Bescheidener Anfang - weltweite Wirkung
Rotary wurde am 23. Februar 1905 durch den amerikanischen Rechtsanwalt Paul Harris gegründet. Mit drei Freunden traf er sich in Chicago - rotierend - wöchentlich im Büro eines der Freunde. Alle vier Männer hatten verschiedene Berufe. Daraus entwickelte sich die Regel, aus jedem Berufszweig nur eine begrenzte Anzahl aufzunehmen. Die Gründer suchten in der Großstadt Freunde und setzten sich das Ziel, inmitten des verwilderten geschäftlichen Treibens der schnell gewachsenen Millionenstadt Fairneß durch eigenes persönliches Vorbild wieder zur Geltung zu bringen.
Ziel und Organisationsform des Clubs setzten sich rasch auch in anderen amerikanischen Städten durch. Bis 1910 war die Anzahl der Clubs in den USA auf 16 angewachsen, was zur Gründung eines nationalen Verbandes führte.
Als Emblem Rotarys wurde das Zahnrad gewählt. Das Rad weist auf die rotierenden Zusammenkünfte und die jährlich wechselnde Präsidentschaft hin. Die Zähne symbolisieren die einzelnen Mitglieder, die einer Sache, der Menschlichkeit, verbunden sind.
Zwei Jahre später entstanden die ersten Clubs im Ausland und 1922 wurde der Name Rotary International angenommen. Der erste Rotary Club in Europa wurde 1911 in Dublin gegründet.
Die ersten Clubs im deutschsprachigen Raum waren Zürich (1924) und Wien (1925). In Deutschland wurde der erste Club 1927 in Hamburg vom Rotary Club San Francisco, der zweite Club in Frankfurt/M. vom Rotary Club Chicago gegründet. 1933 kam es zu ersten Ausschlüssen - z.B. Thomas Mann im von ihm mit begründeten RC München - und Austritten. Nach vier sehr problematischen Jahren während des Nationalsozialismus kamen 1937 die 44 deutschen Clubs mit ihrer Selbstauflösung einem Verbot zuvor. Nach dem 2. Weltkrieg nahm der Rotary Club Frankfurt/ am Main als erster Rotary Club der Bundesrepublik Deutschland 1949 seine Tätigkeit wieder auf. Zahlreiche weitere Rotary Clubs in Deutschland folgten.
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Paul Harris gründete 1905 Rotary
